Mittwoch, 24. November 2004
Wenn ich dein Spiegel wär
Wie oft hab ich gewartet, daß du mit mir sprichst?
Wie hoffte ich, daß du endlich das Schweigen brichst.
Doch dich erschreckt, wie ähnlich wir beide uns sind:
So überflüssig,
so überdrüssig,
der Welt, die zu sterben beginnt.

Wenn ich dein Spiegel wär,
dann würdest du dich in mir sehn.
Dann fiel's dir nicht so schwer,
was ich nicht sage, zu verstehn.
Bis du dich umdrehst,
weil du dich zu gut in mir erkennst.

Du ziehst mich an und läßt mich doch niemals zu dir.
Seh ich dich an, weicht dein Blick immer aus vor mir.
Wir sind uns fremd und sind uns zutiefst verwandt.
Ich geb dir Zeichen,
will dich erreichen,
doch zwischen uns steht eine Wand.

Wenn ich dein Spiegel wär,
dann würdest du dich in mir sehn.
Dann fiel's dir nicht so schwer,
was ich nicht sage, zu verstehn.

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